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(G)Rußzeichen des Mohnisters

Liebe Leser,
werte Kabinettskollegen,

ich, der graufarbene Mohnister mit roten und schwarzen Punkten, die sich asymmetrisch über der Oberfläche verteilen, möchte Sie im neu eingerichteten Ministerium für Luzide Kunst und dissipatives Träumen (MiLuKuDiT) Politik, Literatur und Sprache (PóLiS) [Anm: es gab eine ministerielle Umstrukturierung] aufs Herzlichste begrüßen. Bitte sehen Sie mir den Umstand nach, dass meine (G)Rußzeichen erst heute ins Licht der Öffentlichkeit aufsteigen, aber von einem kann ich mich dann doch nicht befreien: Meinem Hang zu Tagträumereien. So kam es, dass ich im Halbtraum bereits die 2 Beiträge verfasst hatte, ehe ich mich nun den (f/n)ormalen Gepflogenheiten widme…In Anlehnung an meine Kurzbeschreibung im Header möchte ich mir erlauben, zu ergänzen, dass ich unter Präsenz keineswegs verstehe, dass man stetig präsent ist, denn eines ist ja gerade in diesem Ressort hier unabdingbar: Zeit für Reflexion(en), Zeit zum Wirken lassen, Zeit zum Träumen. Es wird also, so hoffe ich, keineswegs der Fall sein, dass ich Sie, liebe Leser und Sie, liebe Kollegen, hier inflationär behelligen werde. Mein Ziel soll es sein, eine gewisse Wirkungsmächtigkeit zu entfalten, die, dies ist mir sehr wichtig, im ZUSAMMENSPIEL mit den anderen Ressorts dazu einlädt, über diesen oder jenen Aspekt vielleicht ein wenig (mehr) nachzudenken. Denn eines wollen wir doch sicher alle: Uns wohlfühlen! Letztlich können meine Kollegen und ich Ihnen aber auch nur ein paar Instrumente mit in die Hand geben; ob Sie daraus eine Komposition zu erschaffen vermögen, dies obliegt dann doch wiederum ein wenig dem Einzelnen.

Vielleicht machen Sie an dieser Stelle mal eine kleine Pause, und widmen sich (auch) den Themen meiner Kabinettskollegen, die sich der Lautmalerei bzw. der Liebe verschrieben haben; ich bin mir gewiss, dass Sie dann später auch diese Grußnote hier weiter überfliegen werden; serielles Lesen und Rezipieren ist nicht immer das Optimum :-) — Sehr ans Herz legen möchten ich Ihnen bei dieser Gelegenheit aber auch noch unser Presseorgan hier im GnBK, die Gladbeckskaja Pravda, welches einen wertvollen Beitrag zum Durchblicken in unseren Zeiten leistet…

Wichtig erscheint mir auch, anzumerken, dass Sie hier vordergründig Gedankenfragmente lesen werden, dass Sie hier keine vorgefertigten Meinungen, keine druckreifen Elaborate oder Sonstiges präsentiert bekommen (oder auch bekommen sollen), die Sie dann „nur“ noch übernehmen brauchen. Ich könnte hier etwas polemisch anmerken, dass wir ja hierfür genügend Medien haben, deren „Reputation“ darauf beruht, dass man sie zitiert. — Ich glaube eher an die Enzensbergersche Radiotheorie, also daran, dass jeder heute zum Sender werden kann und dass die herkömmlichen Medien damit durchaus ein Gegengewicht bekommen (können/sollen). Wie stark dieses Gegengewicht denn ausfällt, dies hängt auch damit zusammen, wie präzise, wie leidenschaftlich, wie gründlich jeder Einzelne von uns hier arbeitet, sprich publiziert. Eine Meinung zu haben, ist das Eine, sich eine Meinung zu bilden schon etwas Anderes. Ein Schwerpunkt wird also darin liegen, dass Standpunkte/Sichtweisen zu Themen, denen man sich hier widmet, transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Das heißt ja keineswegs, dass man DIESE Art der Bearbeitung dann teilen muss.

Es soll -dies ist zumindest ein Ziel- darum gehen, dass man Aspekte spiegelt, die bisher noch nicht so entfaltet worden sind, oder die -warum auch immer- selten oder auch gar nicht thematisiert worden sind. Zudem: In einer Zeit, in der die Polemik als (tlw.) alleiniges Stilmittel im „Tages-Journalismus“ (gefühlt) immer noch zu sehr präsent ist, kann es nicht schaden, wenn ihr (weitere/andere) Kontrapunkte entgegnet werden. (Anm: Die Broders, Fleischauers, Matusseks & Co. dieser Welt sehen die Aufklärung nun gewiss nicht immer als die eigentlich doch zu [be]achtende Maxime an…)  Und, ja, es geht durchaus auch um ein Stück Unabhängigkeit …

Eine weitere Sache liegt mir noch sehr am Herzen: Ich bin seit vielen Jahren uneingeschränkter Befürworter, Sympathisant aber auch Skeptiker eines Bedingungslosen Grundeinkommens und ich habe -nach wie vor- den Traum, dass wir bis Ende dieses Jahrzehnts die Einführung eines solchen realisieren können; aus meiner Sicht am liebsten gleich auf europäischer Ebene. Ein Alleingang Deutschlands oder eine Einführungs-Troika aus D/AUT/CH halte ich nicht für das Optimum. Dieses Thema mutet aber -warum auch immer- vielen immer noch als Utopie an; als eines, bei dem es zwar nett und hübsch ist, dass sich ein paar Menschen dafür engagieren, aber für wirklich realisierbar halten es viele dann doch eher nicht. Viele scheinen innerlich (noch) nicht überzeugt davon zu sein, dass das BGE ein wirklich lohnender Wechsel in der (Lebens)Perspektive sein kann, dass das BGE den Sozialstaat auf ein gänzlich neues Plateau stellen könnte. Warum eigentlich? Es wird also in losen Abständen auch das ein oder andere Schlaglicht zu diesem Thema hier geben, da es eben sehr viel mit dem Träumen zu tun hat und zudem die Lebenskunst auf eine Basis stellen könnte, die auch die von mir favorisierte dissipative Gesellschaftsstruktur voran treiben könnte…

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In diesem Sinne,
Herzlichste Grüße übermittelt
Mohnister arso

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  1. 5. Juni 2011 um 23:20

    Bemerkenswerte Äußerung. Sehr bemerkenswerte …

  2. 6. Juni 2011 um 16:22

    Ich schließe mich Emils Kommentar bedingungslos an …

  3. 6. Juni 2011 um 17:00

    Enzensbergers Radiotheorie … vielen Dank, lieber Ars Somniandi. An Enzensberger habe ich so lange nicht mehr gedacht. Ich bedanke mich mit einem seiner herrlichen Gedichte: UtopiaDer Tag steigt auf mit großer Kraftschlägt durch die Wolken seine KlauenDer Milchmann trommelt auf seinen KannenSonaten: himmelan steigen die Bräutigameauf Rolltreppen: wild mit großer Kraftwerden schwarze und weiße Hüte geschwenkt.Die Bienen streiken. Durch die Wolkenradschlagen die Prokuristen,aus den Dachluken zwitschern Päpste.Ergriffenheit herrscht und Spottund Jubel. Segelschiffewerden aus Bilanzen gefaltet.Der Kanzler schussert mit einem Strolchum den Geheimfonds. Die Liebewird polizeilich gestattet,ausgerufen wird eine Amnestiefür die Sager der Wahrheit.Die Bäcker schenken Semmelnden Musikanten. Die Schmiedebeschlagen mit Eisernen Kreuzendie Esel. Wie eine Meutereibricht das Glück, wie ein Löwe aus.Die Wucherer, mit Apfelblütenund mit Radieschen beworfen,versteinern. Zu Kies geschlagen,zieren sie Wasserspiele und Gärten.Überall steigen Ballone auf,die Lustflotte steht unter Dampf:Steigt ein, ihr Milchm äner,Bräutigame und Strolche!Macht los! mit großer Kraftsteigt auf der Tag.Herzlichst,Germanys next Social Secretary

  4. 6. Juni 2011 um 19:25

    @Emil und SoSe: Herzlichen Dank!Ja, Enzensberger ist immer mal wieder einen Blick ins Bücherregal wert. Sein "Baukasten zu einer Theorie der Medien" ist für mich legendär; wenn man bedenkt, dass er mehr als 40 Jahre "alt" ist, dann sollte man die Weitsicht begreifen, mit der da Entwicklungen erkannt worden sind. Ach ja, das waren noch Zeiten, als er das Kursbuch herausgab; leider waren sie mir ja erst ab 1989/90 zugänglich; egal, besser zu spät, als nie!

  5. 6. Juni 2011 um 19:51

    Allerlei Kluges fiele mir ein als Entgegnung,doch manchmal ist das Private klüger.Als mir das GnBK über den Weg lief auf den Seiten des myspace, dachte ich, lustige Idee,so Minister werden und hielt es für eine Sache nach dem Motto, guckst Du meinen Blog, guck ich Deinen.Ganz naiv habe ich gedacht, wir gucken alle bei den anderen, was die so denken,dichten musizieren,malen…und wir machen uns gegenseitig ganz viele likes,damit unsere Blogs nicht im Meer der Millionen anderer Blogs übersehen werden…Ich dachte, dieses Kabinett ist der Ort an dem sorgfältigst errichtete Theoriepaläste neben dem Spontangedichthüttlein stehen dürfen.Ein Aufschein von herrschaftsfreiem Dialog. Manchmal denke ich, die Monologisieren nur vor sich hin.In der Kabinettsküche wird auf Seiten von Mitgliedern verwiesen,und oft merke ich an den Kommentaren, kaum einer hat sich die Mühe gemacht,dem Link zu folgen und noch weniger machen sich die kleine Mühe, dort mal ein ich hab dich Besucht zu hinterlassen… morgen mehr, ich werde müd-

  6. 6. Juni 2011 um 20:04

    ah, Kursbuch ja! Der Enzensberger ist mir ja später suspekt geworden, aber dann wieder dieses Gesicht des alten E. nicht nur im übertragenen Sinne ein staunender kleiner Junge. Wer so bleiben kann bis ins Alter…

  7. 6. Juni 2011 um 21:16

    @PARTEIlich:Dass das Private zuweilen klüger ist, dies steht wohl außer Frage; wer sich (allein) auf ein institutionalisiertes Verständnis (i.V.)von interpersonellen/interkulturellen Dialogen beschränkt, der vergibt sich ganz sicher etwas. Ich denke, es gehört Beides zusammen: Das Private und das i.V. – symbiotisch eben. Und da in meiner Wahrnehmnung das i.V. etwas stärker präsent ist, will ich ja gerade das Private fördern; aber eben NICHT (oder nur randständig) als persönlich Privates… Sicher, viele "Likes" und "gegenseitiges Kommentieren" führt zu nichts; es sei denn, es wird vordergründig über die Inhalte debattiert; dann wäre es m.E. schon wieder streitbar. Es spräche doch nichts dagegen, wenn hier einer ein Thema behandelt und man -auch übers Komemntieren- dann vielleicht die Dimensionen noch etwas erweitern/sublimieren könnte; warum denn nicht? Als Selbstzweck natürlich nicht!Zu Kluge: Ja, ich war und bin Frankfurter. Ich halte dieses Modell immer noch für eines der ergiebigsten; daher lässt es sich wohl nie ganz vermeiden, dass man Dinge schreibt/erwähnt, die nicht "neu" sind. (weil man sie verinnerlicht hat) Oftmals ist es ja aber auch die ART der Verwebung, die zu etwas NEUEM führen kann; oftmals wiederum im Abwägen von Für und Wider oder im Herausarbeiten von Aspekten, wo man meint/fühlt/denkt, dass sie noch fehlen. Dazu gehört auch Irrtum, großer Irrum.Und dass man sich letztlich nur ein sagen wir mal halbes Dutzend "herausgreifen" könnte (hier bei GnBK), bei denen man -vorausgesetzt sie publizieren in Abständen Substantielles ;-)) dann immer mal "guckt", dies ist für mich eigentlich klar. Nun ja, dass es mehrere Millionen Blogs etc. gibt, das ist dann halt der Preis oder die Kehrseite der Medaille; dessen sollte man sich in der Tat immer bewusst sein. Aber was ist schlimm daran? Ich sehe es eher als Chance. Dass ich als Rezipient (auch radikal) selektieren muss, das bleibt nicht aus. Aber wie ich das mache, das ist doch m.E. einer der Reize: und hier kommen bei mir Attribute wie Leidenschaft, Präzisität, Sendungsbewusstsein einer Sache wg., Witz/Humor (auch Abstand zu sich und der Sache) usw. zum Tragen. Und plötzlich sind es nicht mehr Millionen …Ja, klar ist Enzenberger streitbar; auch ich gehe mit genügend seiner Positionen NICHT konform; aber es gibt ebenso viele, mit denen ich konform gehe – ich finde, dass zeichnet ihn aus; sein Denkapparat ist recht großzügig ausgestaltet… Und Kind ist er ja immer geblieben; vielleicht mag ich dies am Meisten an ihn … Er spielt gerne, er probiert gerne … Das Leben halt!

  8. 6. Juni 2011 um 22:04

    Appendix:Ich möchte mal noch zwei Dinge "nachschieben" – um einerseits zu verdeutlichen, warum mir durchaus an einer Trennung zwischen privater Sicherweise auf Dinge und persönlich privater gelegen ist und andererseits um zu zeigen, dass ja gerade hier (im GnBK) deutlich wird, wie Sendungsbewusstsein (m.E.) vordergründig funktioniert: nämlich weder seriell, noch strukturell…Ich bin seit fast 25 Jahren totaler Fan von Günter Gaus; habe seine Interviews schon als 15-jähriger verschlungen (damals auf Sat1; war in Wittenberg terrestrisch mit Grieselbild zu empfangen – auch wenn's nicht "legal" war) und diese Art des Sich-Herantasten an einen Menschen, des Zeigens eines Gesichts als Landschaft (die Kameraführung war legendär) bewundert. Ich bin nie mehr von ihm losgekommen. (…) Im Frühjahr diesen Jahres dachte ich mir, dass es doch möglich sein muss, dass man diese ganzen Sendungen mal zeigt, dass man mal wieder vor Augen geführt bekommt, wie man Interviews (gerade was Poltik betrifft) auch führen könnte; nur leider werden -außer ein paar der "großen" Interviews kaum welche wiederholt… Da dachte ich mir: Warum nicht mal Alexander Kluge anschreiben und ihn bzw. die DCTP die Idee antragen, dass man doch Gaus mal als Themenschleife bei dctp.tv aufnehmen könnte, weil er -m.E.- qua status nachhaltig ist. Kluges Intention ist ja u.a.(!) die Nachhaltigkeit … Und bingo: Man teilte mir mit, dass Herr Kluge die Idee hervorragend findet und dass es diese Themenschleife geben wird… Ich finde, dass ich hier weniger persönlich privat in dem Sinne "gehandelt" habe, als dass ich das als Selbstzweck wollte, sondern ich glaube fest daran, dass das Erinnern an diese ART der Gesprächsführung auch wieder mittelfristig Impulse auf das aktuelle Geschehen im TV geben kann (ich zwar kein Fernseher [mehr], aber egal…); das war mein Ansinnen. Und hier sieht man ja auch sehr "schön" die Symbiose aus Privat/i.V. [klar, auch DCTP ist eine Institution!) — das soll nur mal eine Skizze sein, die ich hier "zeige", wie ich mir das so denke, in meinem kleinen Hirn, mit dem privaten Agieren; also auch im Dialog mit anderen; aber wiederum nicht als News-Portal im Sinne von endlosen Querverweisen; das hilf auch nicht wirklich weiter.Ist denn die Arbeit der "echten" Bundesregierung, sprich des Bundeskabinetts, so, dass Du sagen würdest, sie ist strukturiert? Ich finde ja eher nicht! Warum soll denn dann bei einem digitalen Kabinett nun plötzlich das WESEN anders sein? Die logischen Strukturen sind doch in Strenge zunächst die gleichen, oder? Determiniered sind die Persönlichkeiten, die das Kabinett hat. Und es gibt reale Kollegen und Ressorts, die sich mehr als gut verstehen, und es gibt solche, die sich nicht sooo viel zu sagen haben. Das finde ich nicht so dramatisch, sondern ich sehe dies eher als Normalität. Dass dieser Geist eines Teams nicht so recht aufkommen will (ich vemute, darauf willst Du u.a. hinaus) dies kann ich noch nicht so beurteilen; wenngleich ich schon merke, dass mir einige schnell ans Herz wachsen und ich bei anderen auch keinen Zugang in mir wahrnehmen kann. Dann soll es eben so sein; ich kann ummöglich mit allen eine Frequenz finden, auf der wir dann alle funken; ich denke, das wäre leicht utopisch ;-) — Aber OK, lassen wir uns dem Ideal annähren…

  9. 8. Juni 2011 um 09:21

    Oh, ein dunkles Design. Elegant und schlicht. Indes merke ich, dass die Texte nicht so gut lesbar sind. Das ist der Vorteil von hellen Designs: die bessere Lesbarkeit. Ich gestehe, dass ich bei WordPress schon oft zu den dunklen Designs greifen wollte, es dann aber stets wieder zugunsten der helleren Designs verworfen. Es gibt momentan glaube ich nur zwei dunkel gehaltene Blogs, die aber konzeptionell eher link- und bildlastig sind. Nun wie auch immer. Es macht Spaß, damit zu experimentieren und zu schauen, was letztlich wirklich das Richtige für das Ministerium ist. Mit dem Thema 'Mohn' habe ich ja anscheinend irgendetwas angestupst. Magst Du Mohnblumen?LG,die SoSe

  10. 8. Juni 2011 um 10:03

    Beim Thema GnBK stimme ich Dir in allem zu. Ich denke auch, die Vielfalt der virtuellen Ämter und der realen Personen lässt sich nicht so einfach über einen Kamm scheren. Ich verstehe Uwe's Haltung sehr gut und würde mir auch mehr 'Teamgeist' wünschen. Wie gesagt, es kann nur Wunsch und Ziel sein, denn bei durchschnittlich 50 Personen, Gruppen oder Avataren kann es nur partielle Schnittmengen geben. Als Social Secretary sollte/muss ich ja alle im Blick haben und bemühe mich, den unterschiedlichen Lebensentwürfen halbwegs gerecht zu werden. Sicherlich wäre es schön, wenn es mehr gegenseitiges Rezipieren gäbe. Indes scheuen viele einfach die Hürde, sich bei Blogspot oder WordPress anzumelden und dort jeweils zu kommentieren. Ich habe gestern spaßeshalber einmal die Statistiken der einzelnen GnBK-Blogs bei WordPress angeschaut, weil Steff mit ihrem Musikblog seit Januar 2000 Klicks hat. Ich war doch erstaunt, dass der GnBK-Blog seit November 3862 mal angeklickt worden ist. Das Minstry of Love 1887 mal seit November und Gladbeckskaja Pravda 1373 mal. Das ist alles nichts gegen Emils persönlichen Blog mit 10394 mal seit November, wobei er sich auch seit Januar an der Aktion: 'Post A Day 2011' beteiligt. Summasummarum erstaunlich viele Klicks für die Menge an tatsächlichen Kommentaren. Ich bewerte das nicht über, mir ist es nicht so wichtig. Wichtig ist mir, dass wir eine funktionierende GnBK-Struktur hinbekommen, in der sich jedes Kabinettsmitglied seinen Möglichkeiten gemäß zu Wort melden kann, aber eben nicht muss. Mit Zwängen erreichen wir nur das Gegenteil, die Leute bleiben nicht mehr dabei. Ein Mindestmaß an positiver Kommunikation sollte schon gegeben sein, ansonsten sollten die passiven Mitglieder nicht verdammt werden. Jeder normale Verein hat passive Mitglieder. Wobei die Grenze zu Karteileichen immer schwierig auszuloten ist. Deshalb habe ich etliche solcher passiven Mitglieder, die bei MySpace zuhause sind, inzwischen aussortiert. Sollten sie aber bei FB wieder zum GnBK finden, ist alles wieder offen für sie. Inhaltlich haben nun mal nicht alle die gleichen Interessen und nicht unbedingt die Freude an Reflexion im Kluge'schen Sinne. Auch hier heißt es, größtmögliche Langmut beweisen. Ich mag die dreiteilige Terra X-Serie: Deutschland von oben. Deutschland von obenVielleicht ist diese Serie ein Sinnbild für das GnBK. Erst in der Distanz zeigen sich Vielfalt, Reiz und Schönheit des Landes. Erst die ungewohnte Perspektive offenbart die Weite und Tiefe von Stadt – Land – Fluss. Neben dem Motto: 'No ResigNation' haben wir ja auch das Motto: 'Wenn ich träumen könnte … '. Beide Motti weisen ja sowohl in die Zukunft hinein als auch in Vergangenes zurück, was man irgendwie reflektiert. Ein wenig wie Walter Benjamins Engel der Geschichte, der rückwärts schauend nach vorne schreitet. In diesem Sinne haben wir Platz für alle Themen, die jedes einzelne Kabinettsmitglied beschäftigt. Und erst diese unterschiedlichen Themen ergeben ein irgendwie geartetes Ganzes, ein Mosaik, einen Flickenteppich … was man aber am ehesten in der Distanz begreifen kann. In diesem Sinne machen wir einfach weiter. Wie Triloff schon anfangs einmal sagte: Das GnBK ist ein offenes Gebilde mit offenem Ausgang … In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Tag und grüße aus Frankfurt nach Wittenberg,die Social Secretary

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