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Archive for the ‘Mohnisterielles’ Category

Des Mohnisters Osterschrei – Eijeijei!

6. April 2012 3 Kommentare

Lieber GnBK’ler,

Monister Arso wünscht Euch -trotz der (hier) fast schon arktisch anmutenden Temperaturen- ein schönes Osterfest und möchte zugleich dabei verkünden, dass dieser sein Mohnisterium nun ins GnBK-Headquarter verlegt hat und selbiges daher ab sofort via WordPress zu erreichen ist. Für eine Übergangszeit lasse ich die Blogspot-Präsenz aber noch online und stelle dort einen Verweis ein, dass man das Mohnisterium nun hier findet. Leider musste das Mohn-Layout dran glauben, da WordPress faktisch kaum Möglichkeiten bietet, HTML/CSS nativ zu bearbeiten. Nun denn, man kann nicht alles haben…

Nachfolgend noch ein paar Zeilen von Hans Bötticher (aka J. Ringelnatz) und dem Mohnister, der sich erlaubt hat, hier eine Erweiterung vorzunehmen um somit diesen Ostergruß zu kritzeln…

Und der Osterhase legt
(Bald sehr eitel, bald bewegt)
Rührei oder Spiegelei.
Schauerlich stöhnt er dabei.
.
Er schnellt durch’s Gras
Bis Sonntag muss er fertig sein –
Will schlürfen dann ein Glas
Und futtern was in sich hinein.
.
Er spitzt die Ohren extra lang
(Mal geduckt, mal hoch gestreckt)
Und lauscht der Setzeier Klang
Der aus grünen Pfannen ihn neckt.
.
Er träumt dabei vom Häschen
(Mal verspielt, mal gezielt)
Das trinkt mit ihm das Gläschen
Und auf sein Fell dann schielt …

Herzliche Grüße,
arso
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Kategorien:(G)Rußworte

Die junge Elite bittet zum Tanz – aber wie lange noch?

15. März 2012 3 Kommentare

Ab wann endet eigentlich der Welpenschutzstatus oder wie lange kann man jemandem attestieren, dass er/sie Zeit beanspruchen darf, um sich finden zu können, um dann mit voller Kraft den Dampfer in den Übergang (zu was auch immer) führen zu dürfen?

Große Lobeshymnen wurden einst (medial) auf Dr. Philipp Rösler, Dr. Kristina Schröder, Daniel Bahr u.a. gesungen. Den jungen, den dynamischen, den höchst gebildeten Nachwuchskräften (Promotion! – So hoch sind nur ~ 0,9% der Bevölkerung gebildet; Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2008), die eine neue politische Elite bilden (s/w)ollten, wurde so manches zugetraut und sie wurden mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht. Besonders Frau Dr. Schröder wurde ja mächtig viel zugetraut; gewiss auch, weil sie kurz vorm Amtsantritt vom politischen Papst für Überparteiliches, Prof. Dr. Falter, promoviert worden war. Und Genius Rösler, der schon mit Mitte 30 über 100 Jahre Berufserfahrung als Hipppokrates Reinkarnation verfügte und zudem stilsicher den Putsch gegen Dr. Guido Westerwelle am OP-Tisch zu entwerfen vermochte, ließ das Land mit wortgewaltigen Statements, denen bebenartige Taten folgten, im Staunen fast schon Erstarren. Sein OP-Team „Schwiegermutterträume“ wurde marktkonform bestens beworben („Jung von Matt“ hätte das nicht besser inszenieren können) und der böse, böse Guido musste sich dekadent in sein Außenreich zurückziehen; und mit ihm auch noch Haudegen Brüderle.

Die kleinen Stichelein zwischen ihrer Exzellenz Frau Dr. Dr. Dr. Ursula von der Leyen und ihrer ministeriellen Erbin Schröder, die, kaum aufgeschlagen im neuen Reich, bahnbrechende Schwerpunkte für die Abgrenzung des Prekariats ankündigte, um dem Akademischen Selbstverständnis, dass man als hoch-gebildeter Teil des Bürgertums ein Recht auf eine prekariatsfreie Lebenswelt und Berufsausübung haben muss, gerecht werden zu können, zeigten einmal mehr, dass man sich bei Frau Dr. Schröder auf ein Inferno an wissenschaftlichem und lebensnahem Gezwitscher einstellen sollte. Sie verschwand dann zwar für einen kurzen Wimpernschlag von der Bildfläche, aber ihr Comeback war ja dann umso fulminanter…

Doch nun ist diese Elite seit etwas mehr als 2 1/2 Jahren in Amt und Würden und man fragt sich allmählich, was hat sie tatsächlich bewegt? Wo hat sie ihre grenzenlose Dynamik, ihre überbordende Bildung substantiell eingebracht? Welche Suppen haben sie gekocht, serviert? Wo sind die Beweisketten, die klettenhaft belegen, dass Bildung tatsächlich throhnt und funkelt?

GnBK-Polis startet daher den WettbewerbAlt. Beharrlich. Bauernschlau – Getragen vom Grau“ und erbittet Zuschriften, Hinweise und Eruierungen, die aufzeigen, dass die jungen Nachwuchseliten von Kaiserin Dr. Merkozy zu Preußen die Zukunft sind. Ich kann im Moment grad keine Projekte und Handlungen finden, die das belegen könn(t)en, aber das GnBK hilft hier sicher mal aus, so hoffe ich – ja, dies ist ein Amtshilfeersuchen! Unterwanderungsgutachten der Spektabilitäten „Roland Berger“ oder „Ernst & Young“ wären herzlich willkommen; belegen diese weltweit tätigen Instanzen doch unermüdlich, dass sich Elite lohnt.

Infos zu diesem Tanz:
Bullshit-Index:  0.17
( http://www.blablameter.de )
Angeblich verfasst im Schreibstil von:  Charlotte Roche
( http://www.faz.net/f30/aktuell/WriteLike.aspx )

Mohnisterielle Umstrukturierung

14. März 2012 1 Kommentar
Bulletin 01/2012

Liebe Freunde und Unterstützer des GnBK,

ich möchte hiermit offiziell bekannt geben, dass es innerhalb des Ressorts eine Umstrukturieurung gegeben hat, um das silhouettenhafte Profil nuanciert schärfer widerspiegeln zu können. Die letzten knapp 9 Monate haben gezeigt, dass ich den Ansprüchen an jene Komponeten, die originär mal dafür gedacht waren, eigenständige Bereiche innerhalb des Mohnisteriums zu werden, namentlich „Luzide Kunst“ und „Dissipatives Träumen“ nicht wirklich gerecht geworden bin bzw. diese nicht angemessen berücksichtigt habe. Ich halte es für einen Fehler, hielte ich an etwas fest, was ich zwar als Sehnsucht -nach wie vor- in mir wahrnehme, aber es nicht mehr ausfüllen kann (vielleicht auch nie konnte), weil ich keine angemessenen Mittel dafür zur Verfügung habe. Mit Mittel meine ich hier natürlich nur Ressourcen aus emotionaler, seelischer und geistiger Sicht. Die Gefahr wäre bzw. ist zu groß, dass man ins Dilettantische abdriftet, wenn man sich an Dingen versucht, die andere (hier im GnBK) wesentlich besser und inhaltsreicher umzusetzen vermögen…

Aus diesem Grunde erfolgte die Umbenennung in pólis. Die im Akronym verorteten Bereiche spiegeln den Kern des Wesens des Ressorts harmonischer und treffender wider. Dass mir an Sprache und Literatur sehr viel liegt, dürfte aus meiner Art des Schreibens sicher erkennbar (gewesen) sein; aber die durchaus eben auch sehr zentrale Suche nach etwas Politischem, das, wie ich finde, in vielem immer mit präsent ist, fehlte bisher. Dass das GnBK selbst eine pólis ist, spiegelt ja durchaus gewollt eine metaphorische Sinnebene wider. Und, nun ja, auch das Grün hat sicher seine Bedeutungen ;-) – aber gewiss keine parteipolitische(n).

In diesem Sinne,
es grüßt Euch herzlichst
Mohnister arso

(G)Rußzeichen des Mohnisters

5. Juni 2011 10 Kommentare
Liebe Leser,
werte Kabinettskollegen,

ich, der graufarbene Mohnister mit roten und schwarzen Punkten, die sich asymmetrisch über der Oberfläche verteilen, möchte Sie im neu eingerichteten Ministerium für Luzide Kunst und dissipatives Träumen (MiLuKuDiT) Politik, Literatur und Sprache (PóLiS) [Anm: es gab eine ministerielle Umstrukturierung] aufs Herzlichste begrüßen. Bitte sehen Sie mir den Umstand nach, dass meine (G)Rußzeichen erst heute ins Licht der Öffentlichkeit aufsteigen, aber von einem kann ich mich dann doch nicht befreien: Meinem Hang zu Tagträumereien. So kam es, dass ich im Halbtraum bereits die 2 Beiträge verfasst hatte, ehe ich mich nun den (f/n)ormalen Gepflogenheiten widme…In Anlehnung an meine Kurzbeschreibung im Header möchte ich mir erlauben, zu ergänzen, dass ich unter Präsenz keineswegs verstehe, dass man stetig präsent ist, denn eines ist ja gerade in diesem Ressort hier unabdingbar: Zeit für Reflexion(en), Zeit zum Wirken lassen, Zeit zum Träumen. Es wird also, so hoffe ich, keineswegs der Fall sein, dass ich Sie, liebe Leser und Sie, liebe Kollegen, hier inflationär behelligen werde. Mein Ziel soll es sein, eine gewisse Wirkungsmächtigkeit zu entfalten, die, dies ist mir sehr wichtig, im ZUSAMMENSPIEL mit den anderen Ressorts dazu einlädt, über diesen oder jenen Aspekt vielleicht ein wenig (mehr) nachzudenken. Denn eines wollen wir doch sicher alle: Uns wohlfühlen! Letztlich können meine Kollegen und ich Ihnen aber auch nur ein paar Instrumente mit in die Hand geben; ob Sie daraus eine Komposition zu erschaffen vermögen, dies obliegt dann doch wiederum ein wenig dem Einzelnen.

Vielleicht machen Sie an dieser Stelle mal eine kleine Pause, und widmen sich (auch) den Themen meiner Kabinettskollegen, die sich der Lautmalerei bzw. der Liebe verschrieben haben; ich bin mir gewiss, dass Sie dann später auch diese Grußnote hier weiter überfliegen werden; serielles Lesen und Rezipieren ist nicht immer das Optimum :-) — Sehr ans Herz legen möchten ich Ihnen bei dieser Gelegenheit aber auch noch unser Presseorgan hier im GnBK, die Gladbeckskaja Pravda, welches einen wertvollen Beitrag zum Durchblicken in unseren Zeiten leistet…

Wichtig erscheint mir auch, anzumerken, dass Sie hier vordergründig Gedankenfragmente lesen werden, dass Sie hier keine vorgefertigten Meinungen, keine druckreifen Elaborate oder Sonstiges präsentiert bekommen (oder auch bekommen sollen), die Sie dann „nur“ noch übernehmen brauchen. Ich könnte hier etwas polemisch anmerken, dass wir ja hierfür genügend Medien haben, deren „Reputation“ darauf beruht, dass man sie zitiert. — Ich glaube eher an die Enzensbergersche Radiotheorie, also daran, dass jeder heute zum Sender werden kann und dass die herkömmlichen Medien damit durchaus ein Gegengewicht bekommen (können/sollen). Wie stark dieses Gegengewicht denn ausfällt, dies hängt auch damit zusammen, wie präzise, wie leidenschaftlich, wie gründlich jeder Einzelne von uns hier arbeitet, sprich publiziert. Eine Meinung zu haben, ist das Eine, sich eine Meinung zu bilden schon etwas Anderes. Ein Schwerpunkt wird also darin liegen, dass Standpunkte/Sichtweisen zu Themen, denen man sich hier widmet, transparent und nachvollziehbar dargestellt werden. Das heißt ja keineswegs, dass man DIESE Art der Bearbeitung dann teilen muss.

Es soll -dies ist zumindest ein Ziel- darum gehen, dass man Aspekte spiegelt, die bisher noch nicht so entfaltet worden sind, oder die -warum auch immer- selten oder auch gar nicht thematisiert worden sind. Zudem: In einer Zeit, in der die Polemik als (tlw.) alleiniges Stilmittel im „Tages-Journalismus“ (gefühlt) immer noch zu sehr präsent ist, kann es nicht schaden, wenn ihr (weitere/andere) Kontrapunkte entgegnet werden. (Anm: Die Broders, Fleischauers, Matusseks & Co. dieser Welt sehen die Aufklärung nun gewiss nicht immer als die eigentlich doch zu [be]achtende Maxime an…)  Und, ja, es geht durchaus auch um ein Stück Unabhängigkeit …

Eine weitere Sache liegt mir noch sehr am Herzen: Ich bin seit vielen Jahren uneingeschränkter Befürworter, Sympathisant aber auch Skeptiker eines Bedingungslosen Grundeinkommens und ich habe -nach wie vor- den Traum, dass wir bis Ende dieses Jahrzehnts die Einführung eines solchen realisieren können; aus meiner Sicht am liebsten gleich auf europäischer Ebene. Ein Alleingang Deutschlands oder eine Einführungs-Troika aus D/AUT/CH halte ich nicht für das Optimum. Dieses Thema mutet aber -warum auch immer- vielen immer noch als Utopie an; als eines, bei dem es zwar nett und hübsch ist, dass sich ein paar Menschen dafür engagieren, aber für wirklich realisierbar halten es viele dann doch eher nicht. Viele scheinen innerlich (noch) nicht überzeugt davon zu sein, dass das BGE ein wirklich lohnender Wechsel in der (Lebens)Perspektive sein kann, dass das BGE den Sozialstaat auf ein gänzlich neues Plateau stellen könnte. Warum eigentlich? Es wird also in losen Abständen auch das ein oder andere Schlaglicht zu diesem Thema hier geben, da es eben sehr viel mit dem Träumen zu tun hat und zudem die Lebenskunst auf eine Basis stellen könnte, die auch die von mir favorisierte dissipative Gesellschaftsstruktur voran treiben könnte…

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In diesem Sinne,
Herzlichste Grüße übermittelt
Mohnister arso