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Die junge Elite bittet zum Tanz – aber wie lange noch?

15. März 2012 3 Kommentare

Ab wann endet eigentlich der Welpenschutzstatus oder wie lange kann man jemandem attestieren, dass er/sie Zeit beanspruchen darf, um sich finden zu können, um dann mit voller Kraft den Dampfer in den Übergang (zu was auch immer) führen zu dürfen?

Große Lobeshymnen wurden einst (medial) auf Dr. Philipp Rösler, Dr. Kristina Schröder, Daniel Bahr u.a. gesungen. Den jungen, den dynamischen, den höchst gebildeten Nachwuchskräften (Promotion! – So hoch sind nur ~ 0,9% der Bevölkerung gebildet; Quelle: Statistisches Bundesamt, Mikrozensus 2008), die eine neue politische Elite bilden (s/w)ollten, wurde so manches zugetraut und sie wurden mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht. Besonders Frau Dr. Schröder wurde ja mächtig viel zugetraut; gewiss auch, weil sie kurz vorm Amtsantritt vom politischen Papst für Überparteiliches, Prof. Dr. Falter, promoviert worden war. Und Genius Rösler, der schon mit Mitte 30 über 100 Jahre Berufserfahrung als Hipppokrates Reinkarnation verfügte und zudem stilsicher den Putsch gegen Dr. Guido Westerwelle am OP-Tisch zu entwerfen vermochte, ließ das Land mit wortgewaltigen Statements, denen bebenartige Taten folgten, im Staunen fast schon Erstarren. Sein OP-Team „Schwiegermutterträume“ wurde marktkonform bestens beworben („Jung von Matt“ hätte das nicht besser inszenieren können) und der böse, böse Guido musste sich dekadent in sein Außenreich zurückziehen; und mit ihm auch noch Haudegen Brüderle.

Die kleinen Stichelein zwischen ihrer Exzellenz Frau Dr. Dr. Dr. Ursula von der Leyen und ihrer ministeriellen Erbin Schröder, die, kaum aufgeschlagen im neuen Reich, bahnbrechende Schwerpunkte für die Abgrenzung des Prekariats ankündigte, um dem Akademischen Selbstverständnis, dass man als hoch-gebildeter Teil des Bürgertums ein Recht auf eine prekariatsfreie Lebenswelt und Berufsausübung haben muss, gerecht werden zu können, zeigten einmal mehr, dass man sich bei Frau Dr. Schröder auf ein Inferno an wissenschaftlichem und lebensnahem Gezwitscher einstellen sollte. Sie verschwand dann zwar für einen kurzen Wimpernschlag von der Bildfläche, aber ihr Comeback war ja dann umso fulminanter…

Doch nun ist diese Elite seit etwas mehr als 2 1/2 Jahren in Amt und Würden und man fragt sich allmählich, was hat sie tatsächlich bewegt? Wo hat sie ihre grenzenlose Dynamik, ihre überbordende Bildung substantiell eingebracht? Welche Suppen haben sie gekocht, serviert? Wo sind die Beweisketten, die klettenhaft belegen, dass Bildung tatsächlich throhnt und funkelt?

GnBK-Polis startet daher den WettbewerbAlt. Beharrlich. Bauernschlau – Getragen vom Grau“ und erbittet Zuschriften, Hinweise und Eruierungen, die aufzeigen, dass die jungen Nachwuchseliten von Kaiserin Dr. Merkozy zu Preußen die Zukunft sind. Ich kann im Moment grad keine Projekte und Handlungen finden, die das belegen könn(t)en, aber das GnBK hilft hier sicher mal aus, so hoffe ich – ja, dies ist ein Amtshilfeersuchen! Unterwanderungsgutachten der Spektabilitäten „Roland Berger“ oder „Ernst & Young“ wären herzlich willkommen; belegen diese weltweit tätigen Instanzen doch unermüdlich, dass sich Elite lohnt.

Infos zu diesem Tanz:
Bullshit-Index:  0.17
( http://www.blablameter.de )
Angeblich verfasst im Schreibstil von:  Charlotte Roche
( http://www.faz.net/f30/aktuell/WriteLike.aspx )
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